Die Künstler verschwinden unter der Flut von KI-gestützter Musik

entdecken sie, wie die flut von ki-gestützter musik die künstlerlandschaft verändert und kreative herausforderungen mit sich bringt. ein blick auf die zukunft der musikindustrie und die rolle der menschlichen künstler.

Jeden Tag werden Streaming-Plattformen von einer Flut von KI-generierten Stücken überschwemmt. Auf Deezer macht dies bereits 10 % der täglich veröffentlichten Titel aus. Diese rasante Zunahme wirft in der Musikindustrie, sowohl in der Schweiz als auch anderswo, erhebliche Bedenken auf.
Künstler erleben eine schnelle Transformation ihrer traditionellen Rollen, da Algorithmen zunehmend Klänge bevorzugen, die ohne menschliches Zutun erzeugt werden und oft kaum von originellen Kreationen zu unterscheiden sind. Christian Wicky, Codirektor des Labels Irascible, erklärt: „Es ist sehr schwierig, ein von der KI geschaffenes Lied zu erkennen, besonders wenn keine Stimme vorhanden ist.“ Diese sogenannten „Geisterkünstler“ gewinnen durch automatisierte Playlists an Popularität, die für Schlaf, Entspannung oder Konzentration genutzt werden und Millionen von Hörern erreichen.

Jeden Tag werden die Streaming-Plattformen von einer Flut an KI-generierten Musikstücken überrollt. Besonders bei Deezer machen solche Titel bereits 10 % der täglich veröffentlichten Lieder aus. Diese rasante Zunahme wirft ernste Bedenken in der Musikindustrie auf, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit. Künstliche Intelligenz verändert die Landschaft der Musikproduktion grundlegend und stellt traditionelle Künstler vor immense Herausforderungen.

Wie beeinflusst KI die traditionelle Rolle der Künstler?

Die traditionelle Rolle der Künstler erfährt eine rapide Transformation durch den Einsatz von Algorithmen, die Musik ohne menschliche Intervention erstellen. Diese KI-generierten Stücke sind oft kaum von menschlichen Kreationen zu unterscheiden, insbesondere wenn keine Gesangsstimmen enthalten sind. Dadurch geraten Musiker zunehmend unter Druck, ihre Sichtbarkeit auf den Plattformen zu behaupten. Die Popularität der sogenannten „Künstlichen Künstler“ wächst stetig, da sie problemlos in automatisierte Playlists integriert werden, die für Aktivitäten wie Schlafen, Entspannen oder Konzentration optimiert sind.

Christian Wicky, Codirektor des Labels Irascible, erklärt: „Es ist sehr schwierig, ein von der KI erstelltes Lied zu erkennen, besonders wenn keine Stimme vorhanden ist.“ Diese Entwicklung führt dazu, dass traditionelle Musiker kämpfen müssen, um ihre Werke im digitalen Dschungel sichtbar zu halten. Während KI-Künstler in den Hintergrund treten, sehen sich menschliche Akteure der Musikindustrie gezwungen, neue Wege zu finden, um im Wettbewerb zu bestehen.

Warum setzen Plattformen verstärkt auf KI-generierte Musik?

Die Streaming-Plattformen verfolgen eine klare ökonomische Strategie, indem sie verstärkt auf KI-basierte Musikproduktion setzen. Ein Hauptgrund dafür ist die Vermeidung der Zahlung von Urheberrechten. So hat zum Beispiel Spotify im Jahr 2023 fast 9 Milliarden Franken an die Musikindustrie ausgezahlt. Christian Wicky warnt: „Diese Plattformen werden wirklich einen Vorstoß machen, um keine Urheberrechte mehr zahlen zu müssen.“ Durch die Produktion eigener Musik mittels KI können sie Inhalte kostengünstig generieren und gleichzeitig ihre Abhängigkeit von traditionellen Urhebern reduzieren.

Diese wirtschaftliche Strategie ermöglicht es den Plattformen, ihre Betriebskosten zu senken und gleichzeitig ein unbegrenztes Angebot an Musikstücken bereitzustellen. Die Nutzung von KI in der Musikproduktion ist daher nicht nur ein technologischer Fortschritt, sondern auch ein wirtschaftlicher Schachzug, der die Machtverhältnisse innerhalb der Musikindustrie verschiebt.

Welche Auswirkungen hat die KI-Musik auf die Einnahmen der Künstler?

Die zunehmende Dominanz von KI-generierter Musik hat erhebliche Auswirkungen auf die Einnahmen der traditionellen Künstler. Stephan Kohler, besser bekannt als Mandrax, berichtet von wöchentlichen Versuchen, Kopien seiner eigenen Songs zu melden:

Ich kämpfe buchstäblich gegen Maschinen“, erzählt er. Die Reaktionen der Plattformen sind oft automatisiert und verzögernd, was dazu führt, dass seine Werke ohne angemessene Vergütung verbreitet werden. In vielen Fällen werden die Songs sogar dazu verwendet, andere künstliche Intelligenzen zu trainieren.

Kohlers Einkommen hängt zu 70 % von den Streaming-Plattformen ab, was die Bedrohung durch die KI-generierte Musik sehr real macht. Ohne adäquate Vergütung sehen sich viele Künstler gezwungen, alternative Einnahmequellen zu suchen, was die ohnehin schon prekäre finanzielle Lage vieler Musiker weiter verschärft.

Welche gesetzlichen Maßnahmen könnten helfen?

Angesichts dieser Herausforderungen fordern viele Künstler die Einführung spezifischer Gesetzgebungen, die den Einsatz von KI in der Musik regeln. Stephan Kohler fragt sich: „Es gibt ein Netflix-Gesetz in der Schweiz, warum also kein Spotify-Gesetz?“ Eine solche Regulierung könnte klare Grenzen setzen und sicherstellen, dass menschliche Künstler fair entlohnt werden.

Die Société suisse des auteurs prognostiziert, dass ohne schnelle Intervention die Einnahmen der Künstler bis 2028 um 24 % zurückgehen könnten, mit weiterem Wachstum dieses Verlusts, falls keine Maßnahmen ergriffen werden. Eine gesetzliche Regelung würde nicht nur die Rechte der Künstler schützen, sondern auch die Qualität und Vielfalt der Musiklandschaft bewahren.

Wie kämpfen Künstler gegen die Übermacht der KI?

Viele Künstler sehen sich gezwungen, neue Strategien zu entwickeln, um gegen die Übermacht der KI-gestützten Musik anzukämpfen. Neben rechtlichen Maßnahmen nutzen sie Plattformen wie Spotify mit Gemini, um ihre Musik gezielter zu vermarkten und ihre Fans direkt zu erreichen. Zudem beteiligen sie sich an Initiativen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung von menschlicher Kreativität in der Musik.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Kooperation mit technologischen Unternehmen, um bessere Erkennungssysteme für KI-generierte Musik zu entwickeln. Diese Systeme könnten helfen, die Authentizität von Musikstücken zu überprüfen und sicherzustellen, dass kreative Inhalte angemessen geschützt und vergütet werden.

Welche Rolle spielt die Öffentlichkeit in diesem Wandel?

Die Rolle der Öffentlichkeit ist entscheidend, um den Wandel in der Musikindustrie zu beeinflussen. Durch bewusste Entscheidungen beim Streaming und durch die Unterstützung von Künstlern, die sich gegen die Dominanz der KI stellen, können Konsumenten einen bedeutenden Beitrag leisten. Plattformen wie Microsoft stärkt Xbox mit einem leistungsstarken KI-Chatbot zeigen, wie stark Unternehmen auf KI setzen, doch die Öffentlichkeit kann durch gezielte Nachfrage nach menschlichen Künstlern ein Gegengewicht schaffen.

Des Weiteren spielt die Bildung eine wichtige Rolle. Indem mehr Menschen über die Auswirkungen von KI in der Musik informiert werden, kann ein stärkeres Bewusstsein für den Wert menschlicher Kunst entstehen. Veranstaltungen, Workshops und Medienberichte tragen dazu bei, die Diskussion anzuregen und den Druck auf die Gesetzgeber zu erhöhen, notwendige Regelungen zu implementieren.

Wie sieht die Zukunft der Musikindustrie aus?

Die Zukunft der Musikindustrie steht an einem kritischen Punkt. Die fortschreitende Integration von künstlicher Intelligenz bietet sowohl Chancen als auch Risiken. Während Plattformen und einige Künstler die Möglichkeiten der KI nutzen, um innovative Musik zu schaffen, stehen traditionelle Künstler vor der Herausforderung, ihre Relevanz in einem zunehmend automatisierten Markt zu behaupten.

Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen KI-gestützter Innovation und dem Schutz der Rechte der menschlichen Künstler könnte den Weg in eine nachhaltige Zukunft weisen. Es bleibt abzuwarten, wie schnell gesetzliche Maßnahmen umgesetzt werden und inwieweit die Musikindustrie bereit ist, sich diesen Veränderungen anzupassen.

Weitere Einblicke finden Sie in diesem Vergleich zu KI in der Bilderzeugung und wie technologische Innovationen als Förderer der Kunst wirken:

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